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Arbeitsgruppe “Kastelburg in Not”
unter dem Dach des Heimat- und Verkehrsvereins Waldkirch und Umgebung e. V.
Leserbrief
 
Alter Friedhof Waldkirch – Sanierung der Friedhofsmauer
 
In Zeitungsartikeln sowohl in der BZ, der WOZ und nun  auch in der SOZ wurde in den letzten Wochen kolportiert, dass die Aktion „Kastelburg in Not“ bald Zeit hätte die Friedhofsmauer um den alten Friedhof zu sanieren.
Weder hat dazu die Aktion jemals Bereitschaft bekundet noch ist sie von der Projektgruppe „Alter Friedhof“ direkt gefragt worden. Wir sind verärgert und irritiert – entsteht doch der Eindruck, dass Spendengelder, die ausschließlich für die Kastelburg bestimmt sind nun zweckentfremdet werden könnten.
Auch, dass der Aktion die Arbeiten am Turm zu heikel und zu diffizil seien, erweckt einen falschen Eindruck. Wir haben bewiesen, dass uns bisher auf der Kastelburg nichts zu heikel und diffizil war. Es gibt zig Gründe, dieses Großprojekt von einer Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von über 70 Jahren nicht in Angriff zu  nehmen, sie hier alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Der Turm ist eine Aufgabe für eine Fachfirma, die mit dem nötigen technischen Equipment ausgestattet ist. Hier kann man nicht, wie bisher, mit unserer bescheidenen technischen Ausstattung (Schubkarren und Eimer) zu Werke gehen.
Nach 10 Jahren ehrenamtlicher harter und mühsamer Schwerstarbeit ist es uns, unserer Gesundheit, unseren Familien und letztlich unserem Alter geschuldet, kürzer zu treten. Die erforderliche Sicherheit sich auf einem Baugerüst in luftiger Höhe zu bewegen, geht uns jedes Jahr ein wenig mehr verloren. Insofern ist es auch eine Frage der Verantwortung.  Es ist unsererseits vorgesehen, auch nach Beendigung der Sanierungsarbeiten an der Palasmauer in diesem Jahr weiterhin die Pflege des Burgareals vorzunehmen. Eventuell noch vorhandene Spendengelder werden selbstverständlich den weiteren Erhaltungsarbeiten am Wahrzeichen unserer Heimatstadt zur Verfügung gestellt und bis dahin treuhänderisch verwaltet.
 
Wir wären bis dato sicherlich bereit gewesen, der neu zu gründenden Aktion „Alter Friedhof“ mit unserm Fachwissen zu beraten.
 
Hartmut Selke
(Sprecher der Aktion „Kastelburg in Not“)

 

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Zeitungsbericht aus der “Der Sonntag” vom 8. Januar 2012 (Seite 2)

 

1.100,-- Euro für die Kastelburg gespendet
Burgköchin und Türmer saßen zum einjährigen Bestehen an der dm-Kasse
 
Waldkirch (hbl). Filialleiterin Sieglinde Holzer freute sich, anlässlich des ersten Geburtstages des dm-Marktes der Aktion „Kastelburg in Not“ eine Spende von 1.100,-- Euro
Vorausgegangen war eine hübsche und originelle Idee. Genau ein Jahr nach der Eröffnung der neuen Filiale an der Mauermattenstraße saßen in Gewandung die Burgköchin und der Türmer der Kastelburg (Barbara und Thomas Kern) eine Stunde lang an der Kasse. Manche Kunden schauten etwas ungläubig, manche kamen extra vorbei, um die Aktion zu unterstützen. Die Burgköchin vereinnahmte an der Kasse die Geldbeträge und der Türmer packte die eingekauften Waren den Kunden sogar ein. Keine Minute langweilig wurde es ihnen, verrieten sie. Es war anstrengend, machte aber auch Spaß. Zum Schluss haben sie 1.100,-- Euro vereinnahmt, die sie in Form eines Schecks für die Aktion „Kastelburg in Not“ entgegen nehmen durften.
Doch auch Sieglinde Holzer, die Filialleiterin des dm-Marktes strahlte über die sehr gute Resonanz und dies trotz des sehr schlechten Wetters am Freitagnachmittag. Ziel des Unternehmens sei es, heimatverbunden zu agieren, weshalb man gerne etwas für Waldkirch tue. So habe sich der dm-Markt entschlossen hat, einen Beitrag zum Erhalt der Kastelburg zu leisten, so die Koordinatorin Vera Holzer. Denn schließlich sei die Kastelburg das Wahrzeichen der Stadt, das man gerne zum einjährigen Bestehen der dm-Filiale unterstütze. Denn davon haben alle etwas, waren sich alle freudestrahlend einig.
 
Bericht u. Foto: Hubert Bleyer
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Spendenübergabe durch Filialleiterin Sieglinde Holzer (links) und Vera Holzer (rechts) an die Burgköchin und Türmer der Kastelburg.

 

Winterpause bei der Aktion „Kastelburg in Not“
Mit einem letzten Einsatz für das Wahrzeichen der Stadt Anfang November gehen die Aktiven der Aktion „Kastelburg in Not“ nun in die wohlverdiente Winterpause. Ein weiteres arbeitsintensives Jahr liegt hinter den ehrenamtlich Tätigen, in dem der nächste Zehntausender an Arbeitsstunden voll gemacht, ja sogar überschritten wurde. So konnte der Sprecher der Aktion, Hartmut Selke, nicht ohne Stolz über die beachtliche Leistung von mehr als 30000 bis heute geleisteten Stunden berichten. Wesentliche Baumaßnahmen waren 2011 die Sanierung des Rondells sowie die Fertigstellung des Danzigers. Auch vom eingerüsteten letzten Teil der Palasmauer konnten 60% saniert werden. Im Frühjahr 2012 wird man mit neuem Elan daran gehen und sich der verbliebenen 40 % annehmen. Bevor die Burg winterfest verlassen wurde haben sich die Aktiven aber noch einmal richtig ins Zeug gelegt. Burghänge und Clemens-Drescher-Rundweg sind gemäht. An der Brücke über dem Graben wurden die morschesten Bohlenbretter erneuert. Das Holz wurde in dankenswerter Weise von der Laubholzsäge Blum gespendet. Schon jetzt ist abzuschätzen, dass man im kommenden Frühjahr noch mehr wird austauschen müssen. Auch die Pflege der von ihnen aufgehängten Nistkästen liegt den Männern auf der Burg am Herzen. Diese wurden gründlich gereinigt. Dabei konnte festgestellt werden, dass sie erfreulicherweise fast alle von der Vogelwelt angenommen worden waren und damit ihren Zweck erfüllen. Sie werden sogar z.T. von Fledermäusen als Winterquartier genutzt. Äußerst dankbar ist die Aktion „Kastelburg in Not“, die unter dem Dach des Heimat- und Verkehrsvereins agiert, für die nicht nachlassende Spendenbereitschaft der Bevölkerung und Betriebe in Waldkirch und Umgebung. So geht man auch in finanziellem Hinblick mit Zuversicht und Optimismus in das neue Jahr.
Text: Barbara Kern, Fotos: Manfred Meier
083  Bild 3 073  letzte Arbeiten am 02.11.2011
Zufrieden mit dem Erreichten: ein letztes Mal in diesem Jahr hoch oben über den Dächern der Stadt, die fleißige und erfolgreiche Mannschaft.
Die letzten Arbeiten im Jahr 2011.

 

Berichte der Badischen Zeitung

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